AKTUELL


Jänner 2018

Handarbeitsstube: Jeden Montag um 09:00 Uhr treffen sich Frauen aus Straßwalchen mit Frauen aus Bangladesch und Afghanistan, um bei Kaffee, Tee und Kuchen gemeinsam zu handarbeiten. Manchmal gesellt sich auch eine Seniorin dazu und vervollständigt unsere integrative Handarbeitsstube. Die Erzeugnisse wurden am Michaelimarkt angeboten und es hat allen großen Spass gemacht.

Einladung zum Adventbazar der Lebenshilfe in Steindorf: am Freitag, 1. Dez. 2017 ab 10.00 Uhr durften auch wir von "Straßwalchen hilft" auf Vermittlung von Manuela Schinagl einen Verkaufstisch betreiben. Dort werden die kleinen Kunstwerke der Handarbeitsstube zum Verkauf angeboten: Socken Fäustlinge, Mützen, Schals, Lavendelsächchen, Zirbenpolster ........


Oktober 2017

Was gibt es Neues bei Straßwalchen hilft:

Massoud, der seit längerem in Salzburg Kurse besucht und dessen Deutsch schon ziemlich gut ist, hat sich von Anfang an, eine Lehre als Bäcker gewünscht. Das war ihm leider als Asylwerber nicht möglich. Aber jetzt nach seinem Asylbescheid konnte er über Vermittlung von Willi Goldner eine Lehrstelle als Bäcker antreten. Willi Goldner hat bei Massoud als Mentor fungiert und ihn bisher bei allen Schritten begleitet und beraten. Vielen Dank, Willi - es war ein guter Weg!

Die Ferien-Lernbetreuung für SchülerInnen war auch heuer wieder bei "Goldners". Die Leiterin unserer Kursangebote, die pensionierte VS-Direktorin Edith Glas hat selbst einen Kurs geleitet, der andere Kurs wurde von Gabriele Güntert angeboten. Sie berichten, dass sie mit sehr viel Freude sehr liebenswerte Kinder unterrichtet haben und viel Spass dabei hatten. Und zwar kamen nicht nur die Kinder unserer Flüchtlingsfamilien, sondern auch andere Schüler mit nicht-deutscher Muttersprache. Anneliese, Sylvia und Gitta haben zusätzlich Einzelunterricht gegeben. 

Davood, einer der ersten jungen Flüchtlinge, der in Straßwalchen angekommen ist und uns bei der Weihnachtsfeier 2015 mit seinem Gesag und Gitarrenspiel berührt hat, hat kürzlich einenn positiven Asylbescheid bekommen. Er ist ja schon lange in Salzburg, wo er in einer Baptistengemeinde beheimatet ist - aber er hält noch Kontakt mit seinen Straßwalchner Wohnungsfreunden und seinen hiesigen Betreuerinnen.

Beim Michaelimarkt hatte "Straßwalchen hilft" einen eigenen Stand. Es wurden dort Erzeugnisse aus unserer

Handarbeitsstube angeboten, die von einheimischen Frauen gemeinsam mit Frauen aus Bangladesch, Afghanistan und Syrien gefertigt wurden.

Mohammad und Massoud haben ihr Schuljahr in Salzburg positiv abgeschlossen - Gratulation!

Im August wurde von Christian Hemetsberger,  in Kooperation mit den Schwimmbadpächtern und mit der Wasserrettung Grabensee ein Schwimmkurs für Asylwerber und Asylberechtigte organisiert und abgehalten. In Anbetracht der vielen tödlichen Badeunfälle des heurigen Sommers, die besonders viele Menschen mit Migrationshintergrund betroffen haben, war es uns ein Anliegen, diesen Kurs zu ermöglichen und zu finanzieren.  


August 2017

Familie Aloubed (Abdulhadi, Chamia, Safaa und Hasan) lassen alle ihre Freunde und Bekannten und überhaupt ganz Straßwalchen herzlich grüßen. Es geht ihnen in ihrer Wohnung in Salzburg gut. Die drei Erwachsenen besuchen 4 x wöchentlich einen halbtägigen Deutschkurs und Hasan kommt im September in den Kindergarten!

Das Wörndl-Haus ist geräumt und "besenrein" an die Besitzerfamilie zurückgegeben worden. Danke an Johann Schinagl für seinen x-ten Transporteinsatz, an Ali, Abdullah, Raed und Mohammed fürs Möbelschleppen und Entsorgen. Ebenfalls ein Danke an die Hausbesitzer, dass sie in Zeiten größter Not ihr Haus für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt haben.


Mai

Exkursion zur Islam Ausstellung auf der Schallaburg

15 interessierte Frauen und Männer begaben sich auf den Weg nach Niederösterreich. Um 10:30 war eine 1,5 stündige Führung angesagt, anschließende Kräftigung im Burgrestaurant und danach nochmaliger individueller Durchgang.

Im Fokus der Ausstellung vom 18. März bis 5. November 2017 steht das Verhältnis zwischen muslimisch und „westlich abendländisch“ geprägten Kulturen in Österreich. Ausgangspunkt der Schau sind Begegnungsräume: anhand „vertrauter“ Situationen im täglichen Zusammenleben von Menschen werden in acht Kapiteln aktuelle Fragen, historische Hintergründe und unterschiedliche Sichtweisen einander gegenübergestellt und laden zu einer vertiefenden interkulturellen Auseinandersetzung ein.

Absolut sehenswert!

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April 2017

 

 

 

Feiern, Arbeiten, Sporteln >> Zusammenwachsen :)

 

Einige unserer Asylwerber*innen

 

  • helfen im Recyclinghof und beim Fahrradflohmarkt
  • gießen Blumen am Friedhof
  • räumen ein altes Haus aus
  • machen bei einem Fußballturnier mit
  • feiern Geburtstage in der "Großfamilie"
  • kommen zum Multi-kulti Stammtisch
  • machen Sport im Ort und drumherum 
  • und gehen zu Dino's Gebetskreisen

 

 


März 2017

Was tut sich so bei uns:

  • Die Handarbeitsstube blüht und gedeiht - wir haben schon keinen Platz mehr und mussten zusätzliche Tische und Stühle organisieren - wunderbar!!
  • Einige Asylwerber haben wieder tatkräftig beim Flohmarkt "Helfen durch Teilen" mitgearbeitet.
  • Elisabeth von den Samaritern geht in den Ruhestand - alles Gute für Dich!! Ihr Nachfolger wird bereits eingeschult.
  • Einige unserer begleiteten Menschen hatten ihr Interview - nun heisst es warten, hoffen, bangen und guten Mutes bleiben!
  • Familie Aloubed hat in letzter Minute eine Wohnung gefunden - danke an alle guten Geister die wieder beim Siedeln geholfen haben: Schinagl Hans, Rath Andi und die Männer aus der Gemeindewohnung samt Fritz haben angepackt! Mit einem lachenden und einem weinenden Auge haben wir uns verabschiedet - sie sind so feine, bescheidene Menschen und sehr beliebt! Das ist auch auf den Bildern zu sehen - viele viele sind gekommen! Hr. Haas hat sich mit einem Werkzeugkoffer für Abdulhadis Einsatz am Spielplatz bedankt und dieser hat sich mit einer emotionalen Rede bei "Straßwalchen hilft" bedankt: Daumen hoch für uns!!!
  • Es gab einen Retourbesuch unserer Partnergruppe aus Koppl - wir hatten anregende Gespräche und haben beschlossen im Frühsommer einen gemeinsamen Ausflug zu unternehmen.
  • Es wird wieder einen Räderflohmarkt geben - voraussichtlich am 21.4.!!!
  • Wir starten mit einem Multi-kulti -Stammtisch - 12.4. beim Griechen, geplant ists, diesen alle 2 Monate anzubieten.

Februar 2017

Der Fasching kann kommen....

Sidra und Sahar haben einen richtig

österreichischen Kuchen - Nutella-

schnitten -  gemacht und die Dekoration

für die Auslage bei Goldner's gebastelt.

Dabei haben wir 3,5h nur

deutsch gesprochen - super war's!!!!


Ein Tag am Eis - ein Erlebnis der besonderen Art :)


Jänner 2017

Als Anerkennung für unseren Einsatz wurden wir von Bürgermeister Fritz Kreil zu einem Jahresanfangstreffen eingeladen - Danke dafür!


Liebe "Straßwalchen hilft" - Freunde und Unterstützer

Der Jahresanfang bietet sich an, eine kleine Bilanz über unsere Arbeit im vergangenen Jahr zu ziehen. Deshalb vorerst ein paar Zahlen:

Wir haben bisher gemeinsam mit den Samaritern in den gemeindeeigenen oder von der Gemeinde gemieteten und von uns renovierten und ausgestatteten Wohnungen 45 Flüchtlinge betreut, die als Asylwerber nach Straßwalchen kamen.

Von diesen Asylwerbern haben bisher 21 Menschen einen positiven Asylbescheid bekommen. Davon sind 12 Personen in eine eigene Wohnung nach Salzburg gezogen und entweder noch in Schule oder Ausbildung oder haben schon einen Arbeitsplatz. Eine 5-köpfige Familie mit Asylstatus hat in Straßwalchen eine Wohnung bekommen und lebt hier. 

Im vergangenen Jahr wurden von Mamas aus dem Kreis unserer Betreuten 2 Babies geboren, die sich wunderbar entwickeln und von allen rundherum geliebt und umsorgt werden. Eine Frau ist hier bei uns, trotz intensiver ärztlicher Betreuung nach einer langen und anstrengenden Flucht, aber wenigstens eingebettet in ihre Familie an einer schweren Krankheit verstorben. Eine Person ist mit Hilfe der Caritas-Rückkehrhilfe in ihr Heimatland zurückgeflogen, vier Personen sind in andere Unterkünfte übersiedelt.

Alle, die noch nicht beim Interview waren oder noch keinen Bescheid haben und nicht wissen, ob sie bleiben können, sehen dieser Entscheidung mit Bangen entgegen. Zusätzlich hören und sehen sie täglich, was in ihren Heimatländern geschieht und werden mit schlimmen Nachrichten von ihren Familien und Verwandten informiert.

Einige sehr bildungshungrige Männer besuchen weiterführende Kurse in Salzburg und füllen so die Zeit des Wartens aus.

Derzeit befinden sich  22 Asylwerber und 9 Asylberechtigte in unserer Betreuung.

Wir haben alle diese Menschen mit entsprechender Wohnungsausstattung, Hausrat, Kleidung, Spiel- und Schulsachen und einer Erstausstattung an Lebensmitteln und Hygieneartikeln versorgt und sie bei der Bewältigung ihres Alltags unterstützt. Am wichtigsten aber war und ist das Lernen der deutschen Sprache. Dies wurde von vielen engagierten Mitgliedern von "Straßwalchen hilft" in unzähligen Stunden in Kursen in der Neuen Mittelschule, im Seniorenwohnhaus und in den Wohnungen bewerkstelligt.

Zusätzlich zu den genannten Zahlen werden in den Deutschkursen auch Asylwerber und Asylberechtigte betreut, die in privaten Quartieren untergebracht sind. Außerdem haben die Leiterinnen unserer Sprachengruppe einen eigenen Kurs für rumänische EU-Bürger organisiert, die ebenfalls dringend Deutsch lernen müssen, um auf unserem Arbeitsmarkt eine Chance zu haben. 

Wir mussten in den letzten Monaten vieles dazulernen: z.B. dass mit der Erlangung des Asylstatus unsere Betreuung noch lange nicht zu Ende sein kann. Integration kann nicht auf halbem Wege stehenbleiben! Das Leben bei uns ist trotz vielem, was sie schon gelernt und erfahren haben, für die Menschen aus den arabischen Ländern ein Buch mit sieben Siegeln. Schon alleine das Wissen um die verschiedenen Behörden und deren Zuständigkeiten ist auch für uns oft nicht so leicht zu verstehen, wie viel mehr brauchen unsere Neu-Straßwalchner Rat und Hilfe in vielen Dingen. Und besonders die Schule ist ohne Hilfe und Unterstützung für die Kinder kaum zu schaffen.

Wir stellen fest, dass es auch zwischen den einzelnen Asylwerbergruppen und -familien bereits viele für alle Seiten sehr erfreuliche und wohltuende Kontakte gibt. So nimmt z.B. der afghanische Familienvater den Sohn der alleinerziehenden somalischen Mutter, die auch noch das Baby zu betreuen hat, täglich mit in den Kindergarten und beide Familien schauen sehr aufeinander. Die Männer von der Gemeindewohnung helfen überall, wo sie gebraucht werden, wo was zu schleppen, wo was zu reparieren ist. Sie haben bei der Wohnung von Fam. Mostafa viele Installationen gemacht und laden sich gegenseitig ein. Auch kümmern sie sich liebevoll um Eltern und Baby der Familie aus Bangladesch. Hasan von der syrischen Familie wird täglich von einer rumänischen Mutter in den Kindergarten nach Irrsdorf mitgenommen. Bilal repariert einen Möbelschaden bei der somalischen  Mama ....Das freut uns sehr!

Wir danken allen Unterstützer*innen für all das Gute, das von euch im vergangenen Jahr gekommen ist und gehen gemeinsam mit euch mutig in das Neue Jahr.